~/tools/gold-silver-ratio
WerkzeugeGold-Silber-Ratio-Rechner
Teile den Goldpreis durch den Silberpreis und du erhältst das älteste Relativwert-Maß des Metallmarkts. Im letzten halben Jahrhundert bewegte sich die Ratio meist zwischen etwa 50 und 90; Werte weit außerhalb dieses Bandes sind es, worauf Metallbeobachter achten.
Gold-Silber-Ratio
80
Eine Unze Gold kauft 80 Unzen Silber.
Die Ratio ist Kontext, kein Signal: Sie sagt, wie die zwei Metalle relativ zu ihrer eigenen Geschichte bepreist sind, nicht wohin eines läuft.
So funktioniert dieser Rechner
Teile den Goldpreis durch den Silberpreis — beide je gleicher Einheit — und du erhältst das Verhältnis: wie viele Unzen Silber eine Unze Gold kauft. Händler beobachten diese Zahl seit Jahrhunderten als Maßstab relativer Bewertung zwischen den beiden Metallen. Der Rechner berechnet sie aus zwei beliebigen Preisen und stellt sie neben die historischen Spannen.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Gold bei $2,400 je Unze, Silber bei $30: Verhältnis 80 — eine Unze Gold kauft achtzig Unzen Silber. Über das 20. Jahrhundert lag der Schnitt grob bei 40–60; die letzten Jahrzehnte verliefen meist zwischen 60 und 90, mit einer Spitze über 120 im Jahr 2020. Bei 80 ist Silber gemessen am Jahrhundertschnitt billig relativ zu Gold — und gemessen an den letzten Jahrzehnten schlicht normal.
Häufige Fragen
- Was bedeutet ein hohes Verhältnis wirklich?
- Nur, dass Silber relativ zu Gold billig ist, verglichen mit irgendeiner historischen Spanne — nicht, dass eines der Metalle absolut billig wäre. Beide können gemeinsam fallen, ohne dass sich das Verhältnis rührt. Es ist ein relativer Maßstab von vielen, aufschlussreich neben den Treibern im Goldpreis-Artikel, nie für sich allein.
- Warum schwankt das Verhältnis so stark?
- Die beiden Metalle antworten auf verschiedene Märkte. Gold handelt vor allem als monetäres Asset — Zentralbanken, Krisennachfrage — während über die Hälfte der Silbernachfrage industriell ist: Solar, Elektronik. In Angstphasen enteilt Gold dem Silber und das Verhältnis springt; in Industrieboomen holt Silber auf und es schrumpft.
- Manche wechseln an Extremwerten zwischen den Metallen. Funktioniert das?
- Die Strategie existiert — Silber halten, wenn das Verhältnis historisch hoch ist, zu Gold wechseln, wenn es schrumpft — und sie hat in manchen Jahrzehnten funktioniert und in anderen nichts gebracht. „Hoch“ hat sich immer wieder neu definiert. Dieses Tool berechnet die Zahl; ein Niveau als Signal zu deuten, ist ein Urteil, das es nicht fällt.
Was dieses Tool dir nicht sagen kann
Über die absolute Richtung der Metalle sagt das Verhältnis nichts, und seine „normale“ Spanne hat sich über die Epochen verschoben — ein Mittelwert, zu dem es zurückkehrt, ist eine Annahme, kein Gesetz. Rechne mit Preisen gleicher Einheit aus demselben Moment; ein alter Preis auf einer Seite fabriziert still ein Signal.
Diese Werkzeuge dienen der Aufklärung. Sie rechnen mit den Zahlen, die du eingibst, und können weder deine Konten sehen noch prüfen, wem eine Adresse gehört, noch deine persönliche Lage berücksichtigen. Nichts hier ist eine Finanzberatung.